"Il mio nome è Luca e sto andando in discesa in bicicletta tra le colline!"
Der Aletschgletscher. Mönch und Jungfrau bewachen den urzeitlichen Giganten. Millionen Tonnen Eis zwischen den Bergen, vom eigenen Gewicht über zwanzig Kilometer lang Richtung Tal gezogen. Geflossen muss man sagen, wenn auch nur einige Meter im Jahr. Ein Platz für Helden. Und genau so einer kommt gerade um die Ecke, als der undurchdringliche Nebel sich lichtet - vorhangsgleich - die warme Sonne durchlässt und den Zuschauern begeisterte Ahs und Ohs entlockt, ganz bezaubert schon vom Bühnenbild.
Er heißt Luca, und er fährt hier Downhill, verrät er. Gerade trägt er sein Gefährt allerdings über der Schulter und ist in Gegenrichtung unterwegs, nach oben. Der Grund erschließt sich natürlich, denn wer Downhill fahren will muss auch erst einmal den Berg hinauf. Er kommt eigentlich aus Mailand, und heute ist er mit seinen Freunden eben hier zum Fahren. Viel mehr ist ihm nicht zu entlocken, denn zum Stehenbleiben ist nicht viel Zeit. Seine ebenso bestallten Freunde ziehen unaufhaltsam weiter den Berhang hinauf, dem abenteuerlichen Weg nach unten entgegen. So bleibt gerade Zeit für ein paar nette Worte, da ist der ganze Tross schon vorbeigeschnauft.
Zurück bleiben die Wanderer, und einer Dame entfährt bewundernd: "Luca, la macchina!"