"Je m'appelle Marsillon, et je n'ai pas grand choses à raconter."

Alleine sitzt er da neben der Rolltreppe, ein kleiner Ruhepunkt im Einkaufszentrum in Fort-de-France, in seinen abgewetzten Glattlederschuhen, der braunen Hose mit der Bügelfalte und dem rosaroten Hemd, versunken in seine Tageszeitung. Er heißt Marsillon, sagt er, und er hat keine großen Geschichten zu erzählen.

Er ist Witwer. Seine Frau ist vor 10 Jahren gestorben. Wie alt er ist? Nein, sowas fragt man doch nicht... Aber er hat drei Kinder, und seine Tochter ist schwanger. Fließenleger war er früher mal. Sowas da, und dabei deutet er auf den gefließten Boden, sowas hat er gemacht.

Heute ist er hierher gekommen weil er etwas zu erledigen hatte in den Läden, sagt er unbestimmt. Und da liest er eben auch seine Zeitung, die er sich gerade gekauft hat. Dabei lacht er freundlich, so dass sich noch mehr Lachfalten um seine Augen bilden. Große Geschichten aber, hat er nicht zu erzählen...